Präzision am Limit: Wie STEINERT und STEMIN die Grenzen der Legierungssortierung neu definieren

Während modernste sensorgestützte Sortiersysteme das „Gehirn“ der Aluminium-Legierungstrennung bei STEMIN bilden, sind die Robustheit und Präzision der Maschinen das eigentliche „Rückgrat“ ihres Erfolgs.

Hervorragende Sortierqualität: Das System erkennt Aluminiumlegierungen der Serien 1xxx bis 8xxx mit einem Reinheitsgrad von über 99 %.

Mehr als ein Jahrzehnt enger Zusammenarbeit: Olivo Foglieni beschreibt STEINERT anhand eines zentralen Wertes: Zuverlässigkeit.

Ein neues Upgrade für den STEINERT PLASMAX eröffnet neue Möglichkeiten für die Aufbereitung noch feinerer Korngrößen

Vom Schrott zur Ressource – STEMIN schließt den Kreislauf wirklich


Produzenten von Sekundäraluminium fordern stets eine gleichbleibend hohe Qualität und stabile Versorgungssicherheit. Diesen Anforderungen gerecht wird STEMIN S.p.A., einer der führenden Aluminium-Recycler Italiens. An seinem Standort in der Nähe von Bergamo verarbeitet STEMIN jährlich rund 180.000 Tonnen Aluminium – das entspricht etwa 17 bis 18 % des italienischen Sekundärmarktes. Seit mehr als zehn Jahren pflegt das Unternehmen eine enge Partnerschaft mit dem Sortierspezialisten STEINERT und erweitert seine Prozesskette kontinuierlich um fortschrittliche, sensorgestützte Systeme.

Für Olivo Foglieni, Präsident von STEMIN, ist Technologie der entscheidende Hebel, um sowohl betriebswirtschaftlich als auch ökologische Ziele zu erreichen. „Technologie ist fundamental für den Umweltschutz – das bedeutet konkret: geringerer Energieverbrauch, signifikant höherer Durchsatz pro Stunde und reduzierte Stillstandzeiten.“ Seit 2020 beweist STEINERT mit einer Garantie von 20.000 Betriebsstunden auf seine Röntgenquellen die Langlebigkeit der Komponenten.

Heute betreibt das Werk fünf STEINERT-Sortierlinien, die alle wesentlichen Prozessschritte abdecken: von der Wirbelstromscheidung über die sensorgestützte Schwer-Leicht-Trennung bis hin zur Legierungssortierung mit dem LIBS-basierten Sortiersystem STEINERT PLASMAX. Gemeinsam trennen diese Sortierlinien gemischten Aluminiumschrott in präzise definierte Fraktionen, die direkt für Schmelzwerke bereitgestellt werden.
 

LIBS-basierte Legierungssortierung in der Praxis

Bei STEMIN durchlaufen gemischte Aluminiumströme, die Kunststoffe, verschiedene Leicht- und Schwermetalle sowie zahlreiche Legierungstypen enthalten, mehrere Vorbehandlungsstufen, bevor sie in die STEINERT PLASMAX-Anlage gelangen. Hier analysiert der LIBS-Sensor jedes einzelne Partikel und trennt es basierend auf der chemischen Zusammensetzung in homogene Fraktionen.

Das System unterscheidet Aluminiumlegierungen der Serien 1xxx bis 8xxx und erreicht dabei einen Durchsatz von bis zu 11 Tonnen pro Stunde. Da bis zu drei Fraktionen gleichzeitig erzeugt werden können, sind Recycler in der Lage, legierungsspezifisches Vormaterial direkt an die Schmelzhütten zu liefern.

STEMINs Prozess erreicht Reinheitsgrade von über 99 %, bei gleichbleibendem Durchsatz und stabiler Anlagenverfügbarkeit. Für Foglieni ist die langjährige Zusammenarbeit ein entscheidender Erfolgsfaktor: „Zwei Unternehmen mit unterschiedlichem Expertenwissen und verschiedenen Perspektiven - vereint sind sie auf ganzer Linie erfolgreich.“
 

Neues Upgrade für noch feinere Fraktionen

Über die Anwendungen bei STEMIN hinaus entwickelt STEINERT seine Technologien stetig weiter. Ein neues Upgrade für die STEINERT PLASMAX eröffnet nun Möglichkeiten zur Aufbereitung noch kleinerer Korngrößen. Unternehmen haben die Möglichkeit, das Potenzial ihres Sortiergutes im Rahmen von Versuchen im industriellen Maßstab im STEINERT Test Center evaluieren, bevor sie eine Investitionsentscheidung treffen.
 

Jenseits der Sortiertechnik: High-Speed-Service und digitale Konnektivität

Olivo Foglieni entschied sich für die Technologie von STEINERT, da er ein robustes System benötigte, bei dem „Ausfallzeiten einfach kein Thema sind“. Er ist vor allem von der „Qualität und Professionalität“ der Serviceabteilung begeistert: „Heute sind alle unsere Systeme über Fernzugriff miteinander verbunden. Innerhalb von 30 bis 40 Minuten können wir ein Problem beheben, auch wenn kein Techniker vor Ort ist. Das schwerwiegendste Problem, mit dem wir je konfrontiert waren, wurde innerhalb von zwei Stunden gelöst. Dieses Maß an Fachkompetenz war schon oft ein ausschlaggebender Faktor für die Investition in STEINERT Sortiersysteme.“

STEINERT Service stell sicher, dass STEMIN „nie auf sich allein gestellt ist“, und ermöglicht den Übergang von einer reinen Lieferanten-Kunden-Beziehung zu einer partnerschaftlichen Kollaboration, die auf maximale Anlagenverfügbarkeit und die Erreichung der betriebswirtschaftlichen Ziele ausgerichtet ist.
 

STEINERT Test Center: Von Daten zur Investitionssicherheit

Bevor eine Maschine am Standort Bergamo installiert wird, erfolgt der „Proof of Concept“ im STEINERT Test Center in Köln. Für Foglieni und sein Team ist diese Einrichtung weit mehr als ein Showroom – sie ist ein unerlässliches Instrument für das Risikomanagement. Der entscheidende Unterschied liegt in der Skalierbarkeit:

„Es ist für uns extrem wichtig, feststellen zu können, was aus unserem spezifischen Material zurückgewonnen werden kann – und zwar nicht im Kilogramm-Bereich, sondern in Tonnen“, erklärt Foglieni. „Die Maschinen, die Techniker und die vielfältigen Versuchsmöglichkeiten waren beeindruckend. Genau aus diesem Grund haben wir vor dem Kauf mehrfach Tests im STEINERT Test- und Entwicklungscenter in Deutschland durchgeführt.“
 

Zehn Jahre, fünf Sortieranlagen, ein Wort

Gefragt nach einem Fazit aus einem Jahrzehnt Zusammenarbeit und der Installation von fünf STEINERT Sortierlinien, resümiert Olivo Foglieni: „Wenn ich STEINERT mit einem einzigen Wort beschreiben müsste, dann wäre es: Zuverlässigkeit.“