HISTORIE

Mit starken Wurzeln in die Zukunft

STEINERT blickt auf eine lange und vielseitige Unternehmensgeschichte zurück, an dessen Anfang Firmengründer Ferdinand Steinert stand. Über 100 Jahre alte Dokumente belegen seine Pionierleistungen; sie sind der geschichtsträchtige Ausgangspunkt einer Entwicklung von der Separierung kompakter Eisenklumpen bis hin zur High-Tech-Filterung filigraner Mikroteilchen. Schon in den Anfängen des Unternehmens wird die Zielsetzung des Gründers Ferdinand Steinert deutlich: effizientes Recycling!


Tauchen Sie ein in die interessanten Daten und Fakten unserer spannenden Unternehmensgeschichte.

1889 - Gründung des Unternehmens STEINERT

1889 gründet Ferdinand Steinert in Köln die Firma „Ferdinand STEINERT Elektromagnetische Aufbereitungsanlagen“. Die Arbeit in dem neuen Unternehmen beginnt in kleinen Strukturen, aber der Markt für den Einsatz von Separationsmagneten ist groß. Denn obwohl das Phänomen des Magnetismus schon seit dem elften Jahrhundert bekannt ist, wird es wirtschaftlich bislang kaum genutzt.

Einer der ersten Kunden der Firma ist die Stahlindustrie. Der Konstrukteur Ferdinand Steinert entwickelt Magnete, mit deren Hilfe Eisen aus Stahlschlacke und -schutt sowie aus Gießerei- und Hüttenabfällen zurückgewonnen wird. Ein effektives Verfahren, das schnell eine Erweiterung erfährt: So ist es schon bald möglich, aus Schlacke auch Kohle zu separieren. Diese technische Weiterentwicklung z. B. ist für die Reichsbahn interessant, die STEINERT als Großkunden gewinnen kann.

1900 - STEINERT wächst mit den Trends der Zeit

Zu Beginn des neuen Jahrhunderts herrschen ideale Wirtschaftsbedingungen für das junge Unternehmen. Die Auftragslage ist gut, die Kunden kommen aus den Branchen Bergbau, Schiffsbau, Werften und Stahlindustrie. Die Nachfrage steigt und STEINERT wächst gleichzeitig mit den technischen Herausforderungen der Zeit: Längst sind es nicht mehr nur der grobe Hammer oder Eisenlaschen, die von den Separationsmagneten erfasst werden müssen. Vielmehr werden die zu separierenden Objekte kleiner und die Technik komplexer. Immer häufiger müssen die Maschinen in den Kohlegruben kleinere Abfallprodukte wie dünne Schießdrähte oder verbogene Bohrstangen sauber aus dem Schüttgut herausfiltern.

STEINERT reagiert mit einer Ausweitung seiner Produktlinie auf die sich ständig verändernde Marktsituation: Ab sofort werden Magnete auch als Einzelgeräte verkauft. Neben der Separationsleistung gewinnt der Markt der Lasthebemagnete zunehmend an Bedeutung.

1931 - Das Geburtsjahr einer starken Firmengruppe

1931 erwirbt Julius Christian Buchholz das Unternehmen „Ferdinand STEINERT Elektromagnetische Aufbereitungsanlagen“. Die Geburtsstunde der Holding Metalloxyd trägt zum Ausbau der Marktposition bei: Beide Firmen ergänzen sich optimal. Die Kunden profitieren von einer Bündelung des Entwicklungs-Know-hows und dem Zusammenwirken starker Synergien.

Ein erstes starkes Ergebnis der Fusion ist der Durchbruch im Eloxalverfahren. Als erste Firma führt STEINERT eloxierte Aluminiumleiter zur Herstellung von Spulen ein. Die Eloxalschicht, die als elektrische Isolationsschicht benutzt wird, macht das Umwickeln oder Lackieren der Aluminiumleiter überflüssig. Ein Verfahren, das in den kommenden Jahrzehnten immer weiter verbessert wird.

Während des Zweiten Weltkriegs wird das Betriebsgelände in Köln stark zerstört. Doch die Firmenleitung und Mitarbeiter lassen sich vom Schrecken des Krieges nicht entmutigen: Der Wiederaufbau wird zügig vorangetrieben und die Produktpalette erweitert. STEINERT etabliert sich auch auf dem internationalen Markt.

1963 - Die neue Lasthebemagnetreihe

Durch innovative Produktneuheiten knüpft STEINERT nach den Jahren des Wiederaufbaus schnell an die alte Erfolgsgeschichte an: 1963 stellt das Unternehmen auf einem eigenen Messestand in Hannover den Prototyp einer neuen Lasthebemagnetreihe vor. Seine Vorzüge: Niedriges Gewicht, größere magnetische Leistung, kleiner Preis.

Zugleich gewinnt in den sechziger Jahren das Thema Müllaufbereitung und Recycling immer mehr an Bedeutung. Schwindende Ressourcen, Forderungen aus dem Umweltschutz sowie eine Kostenexplosion auf dem Rohstoffmarkt machen neue Technologien unumgänglich. STEINERT begegnet diesen Herausforderungen mit großer Leidenschaft und der Entwicklung neuer Produkte.

1966 - Der erste Überbandmagnetscheider

Im Jahr 1966 präsentiert STEINERT den ersten Überbandmagnetscheider. Er gewinnt Eisen aus Schreddermaterial, Hausmüll, Bauschutt, Müll- und Stahlwerksschlacken. Mehrere Tausend dieser Maschinen werden in den nächsten Jahren weltweit im Einsatz sein.

Ende der sechziger Jahre

Ende der sechziger Jahre entwickelt STEINERT ein innovatives Produkt, das amerikanische Wettbewerber als Weltmarktführer auf die nachfolgenden Plätze verweist: das Anofolband. Während die Amerikaner traditionelle Kupferwicklungen bei ihren Spulen einsetzen, verwendet STEINERT als erste Firma eloxierte Aluminiumbänder. Die kompakte Spule, die sich auf diese Weise herstellen lässt, zeichnet sich vor allem durch einen erstklassigen Füllfaktor sowie eine extrem gute Wärmeableitung aus. Eine Innovation, die STEINERT weiter nach vorne bringt und auch in branchenfremden Industriebereichen erfolgreich zum Einsatz kommt.

In den folgenden Jahren verschieben sich die Entwicklungs- und Produktionsabläufe immer weiter in Richtung Separation. Der Marktanteil der Lasthebemagnete geht aufgrund wirtschaftlicher Veränderungen zurück. Doch das Unternehmen reagiert schnell und begreift die steigenden Anforderungen der Kunden als neue Herausforderung.

1987 - Der exzentrische NE-Scheider

1987 präsentiert STEINERT den ersten exzentrischen NE-Scheider. Er wird bei der Rückgewinnung von Nichteisenmetallen wie Aluminium, Kupfer, Magnesium oder Messing eingesetzt und löst das zentrische System ab. STEINERT beweist sich einmal mehr als absoluter Vorreiter für eine ganze Branche.

STEINERT 2000 + - neue Produkte und weltweite Orientierung

Das neue Jahrtausend beginnt mit der gezielten Einleitung eines Generationswechsels im Unternehmen sowie dem Ausbau intensiver Forschung und Entwicklung, die in den nächsten Jahren neue und zum Teil einzigartige Geräte auf den Markt der Sortiertechnik bringen werden. Auch neue Tochtergesellschaften und Vertriebskooperationen stärken die weltweite Präsenz von STEINERT.

Die Fortschritte in der Sensorik und Computertechnik ermöglichen die zielgerechte Entwicklung von Farbsortiersystemen FSS und Induktionssortiersystemen ISS®. Beide Maschinentypen zielen auf die weitere Steigerung der Metallausbringung durch vollmechanische Prozesse. Insbesondere das Induktionssortiersystem ISS®, das im Jahr 2001 erstmals präsentiert wird, erlebt in Zeiten des Rohstoffbooms eine weltweite Akzeptanz im Metallrecycling-Markt. Parallel hierzu öffnen sich neue Märkte in der Ersatzbrennstoffgewinnung, Holzaufbereitung und im Kunststoffrecycling.

Mit der Entwicklung und Vorstellung des Hochgradientmagnetfilters HGF betritt STEINERT Branchenneuland. Der permanentmagnetische Matrixscheider macht es erstmals möglich, feinste magnetische Bestandteile aus Prozessflüssigkeiten mit einem Wirkungsgrad von mehr als 90 % zu entfernen. Der STEINERT HGF befindet sich heute im weltweiten Einsatz. Darüber hinaus hat er sich in der Biotechnologie etabliert, so dass auch dieses zukunftsträchtige Feld von der innovativen STEINERT-Technologie profitiert. Im Jahre 2003 wird der Hochgradientmagnetscheider HGS vorgestellt, der sowohl in Salz als auch in der Bauchemie feinste magnetisierbare Bestandteile abtrennt.

2003 - STEINERT goes USA

Der überwältigende Erfolg der STEINERT-Produkte im nordamerikanischen Markt führt dazu, dass man gemeinsam mit dem langjährigen Vertreter in den USA die STEINERT US LTD in St. Petersburg/Florida gründet. Die Kunden in den USA profitieren schnell von der ausgebauten Infrastruktur und honorieren dies durch ein gesteigertes Auftragsvolumen.

2004 - Von Australien nach China

Einen wichtigen Schritt zur weltweiten Kundenorientierung ist die Übernahme der Aktivitäten der Firma Sturton-Gill in Australien im Jahr 2004. Die heutige STEINERT Australia Pty. Ltd. mit Sitz in Melbourne zählt zu den führenden Magnetherstellern im asiatisch-pazifischen Raum und beliefert die dort wachsende Recyclingwirtschaft ebenso wie die starke Mineralienindustrie. Ein erheblicher Anteil der hergestellten Produkte wird von Australien nach China exportiert.

2007 - Weltweit gefragt: der NE-Scheider

Die qualitativ hochwertigen Produkte von STEINERT erfreuen sich auf dem Markt großer Beliebtheit. Der NE-Scheider mit exzentrischem Magnetsystem beispielsweise wurde bis Ende 2007 rund 2.200 Mal verkauft, damit ist er der meist verkaufte Wirbelstromscheider weltweit.

STEINERT ist weiterhin Erfolgskurs. Mit engagierten und etablierten Unternehmen in Brasilien und Japan wird ein effizient arbeitendes Vertriebsnetz aufgebaut.

2009 - Noch mehr Erweiterungen

Mit der Mehrheitsübernahme der RTT Systemtechnik GmbH Zittau und der Umfirmierung zur RTT STEINERT GmbH im Jahr 2009 wird das Produktspektrum erweitert: Die Produktmarke UniSort wird entwickelt und geht in Produktion. Bis heute ist STEINERT der einzige Anbieter für Magnet- und Sensorsortiertechnik im Recycling.

2009 zieht unser STEINERT US-Headquarter nach Cincinnati in ein größeres Gebäude um.

2016 - Auch schwarze Kunststoffe trennen

Mit der Entwicklung und Produkteinführung des UniSort BlackEye beweist STEINERT erneut Pioniergeist in der Entwicklung neuer führender Technologien: Die sensorbasierte Sortiermaschine trennt Kunststoffe nicht nach ihrer Farbe, sondern nach ihrer Polymerklasse, wie PE, PP, PVC und Styrole. Daher kann die UniSort BlackEye neben schwarzen Kunststoffen, Kunststoffe aller Farben sortenrein trennen. Das rechnet sich nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Recyclingbranche, denn Mischkunststoffe lassen sich jetzt profitabler zurückgewinnen und recyceln.

2018 - Sensoren kombinieren und flexible auf die Zukunft reagieren.

Unser STEINERT KSS (Kombinations-Sortiersystem) ist eine Plattform, auf der verschiedene Sensoren zum Einsatz kommen. Dies umfasst die 3D-, Farb- und Induktionserkennung. Darüber hinaus kann das System mit einem vierten Sensor (Nahinfrarot-, Röntgentransmissions- oder Röntgenfluoreszenzsensor) ausgestattet werden. Durch die von uns entwickelte STEINERT-Software besteht auch die Möglichkeit, neue Erkennungsalgorithmen zu entwerfen und im Bedarfsfall kurzfristig einzufügen, um neuen Herausforderungen gewachsen zu sein.