News 05.10.2022

STEINERT zeigt sortenreine Kunststoffsortierung auf der K 2022

Mit STEINERT-Sortiersystemen können gemischte Kunststofffraktionen für die Weiterverarbeitung zu Rezyklaten nach Polymeren sortiert werden. Auf der K 2022 in Düsseldorf (19. – 26. Oktober 2022) stellt STEINERT Lösungen für eine Kreislaufwirtschaft mit Kunststoffen vor und zeigt auf Stand E24 in Halle 9.0 wie diese nicht nur nach Farbe, sondern auch nach Typen sortiert werden können. Sortierlösungen von STEINERT sind auch auf den Gemeinschaftsflächen des VDMA und der R-Cycle-Community zu sehen, wo STEINERT gemeinsam mit Vertretern der gesamten Kunststoffindustrie den Einsatz von Kunststoffrezyklaten in hochwertigen Anwendungen vorantreibt.

STEINERT entwickelt Technologien für besonders anspruchsvolle Sortieranwendungen. Die Sortierspezialisten aus Köln waren die ersten, denen es gelang, schwarze Objekte zu detektieren und 2D-Materialien wie Folien zu sortieren. Mit UniSort Film EVO 5.0 bietet STEINERT eine Lösung für die sortenreine Sortierung von 2D-Kunststoffen. Mittels eines zirkulierenden, in sich geschlossenen Luftstroms, stabilisiert das Sortiersystem Folien auf dem Transportband, sodass diese durch den Nahinfrarot (NIR)-Sensor erkannt und anschließend sortiert werden können.

Wilken Plastics Energy GmbH in Haren (Ems) setzt auf UniSort Film EVO 5.0 um sich alle Möglichkeiten offen zu halten: „Momentan sortieren wir PP, PE und ganz neu Misch-Polyolefine (MPO). Das kann sich aber jederzeit ändern, je nachdem wie die Marktlage ist“, berichtet Bernhard Wilken, Geschäftsführer der Wilken Gruppe. So entstehen in Haren farblich oder nach Typ sortierte Hartkunststoff- oder Folienflakes für Regranulierer.


Höchste Qualitäten für Kunststoffflakes

Die Besonderheit des von STEINERT eingesetzten NIR-Sensors ist dessen Hyper Spectral Imaging (HSI)-Technologie. Sie ermöglicht die Detektion feinster Unterschiede im Nahinfrarot-Spektrum. Dadurch können Objekte wie PET-Flaschen von PET-Schalen unterschieden werden, auch wenn das Material bereits geschreddert wurde – ohne den Einsatz zusätzlicher Hardware. Das ist insbesondere hilfreich bei der Sortierung von Kunststoffflakes. Damit bei der Sortierung, als Vorstufe zur Regranulierung, höchste Reinheiten erreicht werden, ist UniSort Finealyse außerdemkonstruktiv für die Flakesortierung optimiert. Ein Highspeed Band in Verbindung mit einem gerichteten Luftstrom stabilisieren selbst kleinste Objekte für bestmögliche Qualitäten bei minimalem Materialverlust für den Einsatz als Qualitätskontrolle und -bestimmung.


Schwarze Kunststoffe nach Polymertypen sortieren

UniSort Black ermöglicht mit HSI-Technik seit 2014 die Detektion und damit positive Separation von schwarzen und dunklen Kunststoffen. Dadurch werden helle Fraktionen mit weniger Druckluftbedarf gereinigt und dunkle Fraktionen kosteneffizient zurückgewonnen. Zwei Jahre später, mit der Vorstellung des Flakesortiersystems UniSort BlackEye, konnten, durch eine Erweiterung des HSI-Spektrums in den Mittelinfrarotbereich (MIR), schließlich schwarze Polyolefine (PO) in ihre Bestandteile wie Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP), aber auch Polysterol (PS) und Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymere (ABS) sortenrein sortiert werden. Eine notwendige Entwicklung, um weitere Polymer-Granulate durch neuwertige Rezyklate zu ersetzen.

Im „GRAF Kompetenzzentrum Rohstoffe“ in Herbolzheim soll diese Technologie es ermöglichen, in fünf Jahren 95% Sekundärrohstoffe für GRAF-Produkte zu verwenden. Insgesamt kommen 15 für Flakesortierung optimierte UniSort-Sortiersysteme zum Einsatz, um bestmögliche Qualitäten bei minimaler Übersortierung vor der Regranulierung zu gewährleisten. „Leider wissen noch zu wenige Sortierer, dass schwarze Kunststoffe separierbar sind. Dabei gibt es eine Lösung!”, so Jörg Drägert, Leiter Rohstoffmanagement bei GRAF.


Vorstellung auf der K 2022

STEINERT präsentiert diese Lösungen und Showcases auf dem eigenen Stand E24 in Halle 9.0 der K 2022 in Düsseldorf, sowie an zentraler Stelle der Messe – im Circular Economy Forum. Dort zeigt STEINERT zum einen auf dem Stand CE01 des VDMA, welche wichtige Rolle die Sortierung innerhalb der gesamten Kunststoffwertschöpfungskette spielt und auf Stand CE07, als Mitglied der R-Cycle-Community, wie industrieübergreifend der Informationsaustausch mittels eines Produktpasses optimiert und die Kunststoffindustrie nachhaltiger werden kann.

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