Größter genehmigter Einzelstandort Deutschlands zur Aufbereitung von Leichtverpackungen (LVP) erfolgreich in Betrieb genommen.

Unternehmer Christian Hündgen und Sortierspezialist STEINERT blicken auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit zur Erfüllung des neuen Verpackungsgesetzes.

Das neue Verpackungsgesetz (VerpackG) ist am 1. Januar 2019 in Kraft getreten und hat die bis dahin geltende Verpackungsverordnung abgelöst. Jetzt sind Technologien gefragt, die eine hohe Sortiertiefe garantieren. Christian Hündgen hat sich für das STEINERT-Portfolio entschieden, denn es bietet Magnet-Separation, NE-Scheider und die NIR-Technologie aus einer Hand und reduziert so seinen Koordinationsaufwand. Darüber hinaus liefern die NIR-Sortierer UniSort Film und Unisort Black neben den bewährten UniSort PR Sortiergeräten die entscheidenden Prozente Sortiertiefe, die das VerpackG jetzt fordert.

Die Hündgen Entsorgung in Swisttal bei Bonn ist mit 270.000 Tonnen Abfallmenge im Jahr der größte genehmigte Einzelstandort für die Aufbereitung von Leichtverpackungen. Das Familienunternehmen reagiert mit dem Bau der innovativen Sortieranlage auf die Verschärfung des Verpackungsgesetzes und dessen zukünftigen Anforderungen. Die eingesetzten Sortiersysteme spiegeln den höchsten Stand der Technik wider und erhöhen den Anteil sortenreiner, stofflich verwertbarer Wertstoffe und Kunststoffe. Bei der Beratung und Umsetzung zur Erhöhung der Recyclingquoten setzte Unternehmenslenker Christian Hündgen auf das Kölner Unternehmen STEINERT, das 20 Sortiersysteme in das Projekt lieferte. Die Auslegungsgröße der Anlage beträgt stündlich fünfzehn Tonnen Leichtverpackungen mit weiterer Kapazität nach oben.

STEINERT-Portfolio der Sensor-Sortierung und Magnet-Separation sorgt für die benötigte Sortiertiefe
Zu Beginn der Zusammenarbeit wurden Konzepte entwickelt und Sortieraufgaben im STEINERT-Test Center in Köln gelöst. Mit den Überbandmagnetscheidern STEINERT UME werden Eisenmetalle wie Weißblechdosen aus dem Wertstoffstrom separiert. Das Nichteisenmetall, wie zum Beispiel Aluminiumdosen, trennt der Wirbelstromscheider STEINERT EddyC. Die STEINERT UniSort Reihe arbeitet mit Nah-Infrarottechnologie. Sie unterscheidet Stoffgruppen aufgrund ihres unterschiedlichen Reflexionsverhaltens. Die Leichtverpackungen werden so wieder in die jeweiligen Wertstoffgruppen getrennt. Und zwar in Polyethylen, Polypropylen, Polystyrol, schwarze Kunststoffe, in PET-Flaschen und PET-Schalen, sowie Getränke-Kartonagen, PE/PP- Folien, Papier, Pappe und Karton und in Mischkunststoffe zur späteren Herstellung eines EBS-Vormaterials.

UniSort Film und UniSort Black extrahieren Folien und schwarze Kunststoffe
Die Detektion und Sortierung von 2D-Objeken, sprich insbesondere Folien, ist anspruchsvoll. Die Objekte neigen bei hoher Bandgeschwindigkeit zum Schweben. Die Unisort Film behält die Kontrolle über die Objekte sowohl auf dem Band als auch in der Auffanghaube - Dank ausgeklügelter Luftstromtechnik. So werden flache und leicht flugfähige Materialien mit der UniSort Film überhaupt erst wirtschaftlich sortierbar.

Ein großer Fortschritt ist Steinert mit der UniSort Black im Bereich der NIR Technologie gelungen. Die UniSort Black trennt zusätzlich zu den standardmäßig mittels NIR detektierbaren Wertstoffen auch dunkle und schwarze Objekte. Das erhöht die Recyclingquote und reduziert zugleich die Restfraktion zur thermischen Verwertung.

Zur Vereinfachung des Zusammenspiels der einzelnen Sortierer läuft die dynamische Kalibrierung automatisiert ab und ermöglicht so bei hervorragender Wartungsfreundlichkeit die hohe Sortierperformance und eine kontinuierliche Verfügbarkeit der Technik. Ein weiteres neu entwickeltes Feature ist der sogenannte automatische Weißabgleich. Diese Option für die UniSort Reihe ermöglicht es den Betreibern, den Wartungsaufwand der Systeme weiter zu reduzieren. Das stellt sicher, dass die Maschinen kontinuierlich mit gleichbleibend hoher Sortierperformance arbeiten.

Christian Hündgen legt Wert auf das Know-How des Sortierspezialisten
„Die Zusammenarbeit mit STEINERT war intensiv und effektiv, gemessen an der großen Aufgabe vor der wir gestanden haben. Wir konnten unsere Kräfte bündeln und kamen auf diese Weise sehr schnell vorwärts“, beschreibt Christian Hündgen den Projektablauf. „Wir schätzen sehr, dass wir einen Partner haben, der seine eigenen Ideen einbringt und auch auf unser Know-How Rücksicht genommen hat. Nach einer kurzen Phase der Inbetriebnahme erzeugt die Anlage die erwünschten Produkte nach den gesetzlichen Vorgaben.“

Innovative Technologien steigern die Wirtschaftlichkeit von Sortieranlagen deutlich. Das gilt auch im Bereich der Wartung. Anpassungen der Anlage erledigt STEINERT zu 95 % per Fernwartung. Regelmäßige Updates garantieren eine kontinuierlich hohe Anpassungsfähigkeit der Performance.

Ganz persönlich ist dieses Projekt für die Familie Hündgen ein weiterer Meilenstein in ihrer Unternehmenshistorie und ein toller Erfolg, resümiert Christian Hündgen. Die neue LVP-Anlage arbeitet deutlich effizienter und wirtschaftlicher, der Anteil recyclebarer Wertstoffe wurde signifikant erhöht. Den Bau dieses neuen Standards fördert die Initiative „Ressource.NRW“ - eine Auszeichnung für besonders ressourceneffiziente Projekte. Das Video zu dieser Anwendungen ist auf www.steinert.de zu finden. Kontakt bei Rückfragen zum Projekt: Patrick Lindweiler (patrick.lindweiler(at)steinert.de)

Über STEINERT
STEINERT blickt auf eine 130-jährige Geschichte zurück: 1889 in Köln gegründet, gehört das Familienunternehmen zu den weltweit führenden Unternehmen in der Sensor-Sortierung und Magnet-Separation. STEINERT erzielt mit 300 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 100 Mio. Euro. Neben 50 Vertriebskooperationen und Joint Ventures rund um den Globus, gehören Tochtergesellschaften in Deutschland, Australien, USA und Brasilien zum Unternehmen