Dichtesortierung mit dem STEINERT XSS® T – per Röntgentransmission nach dem Dual-Energy-Prinzip

Für vielfältige Anwendungsmöglichkeiten und hohe Standsicherheit

Das Röntgensortiersystem STEINERT XSS® T wird für die trockene Dichtesortierung eingesetzt. In einem transmittierenden Verfahren werden dabei materialabhängige Unterschiede in der Absorption von Röntgenstrahlung detektiert, klassifiziert und zur Sortierung in Dichteklassen genutzt.
Der Absorptionsgrad der Röntgenstrahlen hängt sowohl von der Stoffdichte als auch von der Dicke bzw. dem durchstrahlten Weg eines Objektes ab. Je größer die Atommasse und je dicker ein Materialteil, umso mehr Strahlung wird absorbiert. Um den Einfluss der Objektdicke zu kompensieren, wird die Absorption des zu sortierenden Materials bei zwei unterschiedlichen Energiestufen gemessen. In dem sogenannten Dual-Energy-Verfahren wird softwaregestützt die materialspezifische Absorption ermittelt und damit auf die Dichte des Materials geschlossen. Der Strahlendurchgang durch die Objekte ermöglicht neben dem Rückschluss auf eine mittlere Dichte eines Objektes auch die Identifikation von Einschlüssen in Gesteinen oder Materialverbunden.

Der wesentliche Vorteil unserer Röntgentransmission ist, dass die transmissive Detektion das System unempfindlich gegen Oberflächenverschmutzungen macht und die Erkennung von Einschlüssen ermöglicht. Dies ist im Bergbau zum Beispiel bei Pyritansammlungen in Erzbrocken oder im Recycling bei Schwermetalleinschlüssen in Aluminiumstücken der Fall. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Materialien mit geringer Dichte auszublenden und so in bestimmten Anwendungen die Durchsätze signifikant zu erhöhen und Störstoffe aus einem geschlossenen Förderstrom zu entnehmen (z. B. Metalle aus Altholz).

Vereinzeln, detektieren, sortieren

Über einen Vibrationsförderer gelangt das Sortiergut auf ein Beschleunigungsband, das den Förderstrom in Förderrichtung entzerrt und somit eine Materialvereinzelung erreicht. Das Aufgabegut wird in Ruhelage auf dem Fördergurt durch den Scanner-Bereich transportiert, wobei die Röntgenquelle unterhalb des Fördergurtes positioniert ist und einen schmalen Bereich des Fördergurtes durchstrahlt. Im Strahlengang oberhalb des Fördergurtes wird der nicht durch das Material absorbierte Anteil der Strahlung mittels Detektoren gemessen. Durch die Differenz von initialer zu gemessener Strahlung können Dichteunterschiede zwischen oder innerhalb einzelner Objekte sichtbar gemacht werden. Anschließend findet eine Klassifizierung jedes einzelnen Objektes nach anwendungsbezogenen Kriterien statt. Bei einer resultierenden positiven Sortierentscheidung wird das betreffende Objekt mit einem gezielten, kurzen Druckluftimpuls aus der Abwurfparabel abgelenkt, dadurch über einen Trennscheitel befördert und so vom restlichen Materialstrom getrennt.

Robustheit und hohe Verfügbarkeiten charakterisieren die wohlbalancierte Scanner-Einheit, die als geschlossenes System über einen internen Kühlkreislauf verfügt. Durch die hohe Lebensdauer der verwendeten Röntgenquelle profitieren Sie von den so vergleichsweise niedrig gehaltenen Unterhaltskosten des Sortiersystems.

Eine spezielle Ausführung des STEINERT XSS® T ist eine semi-mobile Variante. Hierbei ist unser Röntgensortiersystem mit 1 m Arbeitsbreite in einem 40‘-Container verbaut. Ein weiterer 40‘-Container enthält den Betriebsraum mit Steuerung. Optional nehmen wir ein Dieselaggregat, Kompressoren, Förderbänder und Aufgabebunker mit in den Lieferumfang auf. So kann nach Bedarfsfall und Umgebungsbedingungen ein umfangreiches Gesamtkonzept bereitgestellt werden, das auch in entlegenen Gebieten ohne wesentliche Infrastruktur eine Aufbereitung ermöglicht. Soll ein autarker Betrieb ermöglicht werden, kann der notwendige Betriebsstrom für die Gesamtanlage mit einem Dieselaggregat erzeugt werden. Der Fokus liegt mit dem semi-mobilen STEINERT XSS® T in der mineralischen Aufbereitung, kann jedoch auch in anderen Bereichen eingesetzt werden. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

  • XSS T = Röntgensortiersystem Transmission
  • detektiert nach dem Dual-Energy Prinzip, erkennt materialspezifische Dichteunterschiede
  • Korngrößen: 10 – 200 mm
  • Arbeitsbreiten: 1.000 mm, 1.200 mm, 2.000 mm
  • semi-mobile STEINERT XSS mit 1.000 mm Arbeitsbreite in 40‘-Container

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